Aktuelles

2018 ist viel passiert:

 

Wir haben geheiratet!

Wir leben und wohnen jetzt zusammen auf unserem kleinen Hof in Schleswig-Holstein und es liegt viel Arbeit vor uns:

Durch die lange anhaltende Trockenheit in 2018 hat sich der Boden stark gesenkt und es müssen drei Aussenwände erneuert werden.

Die Bauarbeiten sind im Gange, bald können wir wieder *normal* wohnen.

 

Die Verbreitung der Wölfe schreitet voran. Auch hier sind sie angekommen.

Daher haben wir einen Herdenschutzhund angeschafft (Näheres unter dem Kapitel Hunde/*Tarek*) und die Zäune werden sicherer gemacht.

 

*Tarek*

Der Wolf breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Das ruft in erster Liniue zwei Parteien auf den Plan, die sehr verhärtet ihre Ansichten verteidigen: Einmal diejenigen, die den Wolf komplett unter strengen Schutz stellen wollen, zum anderen diejenigen, die ihn wieder ganz weg haben wollen.

Nun, dies soll kein Diskussionsforum pro/contra Wolf sein.

Ich mag Wölfe, sehe aber auf beiden Seiten Fehler und habe meine eigene Meinung. Ich denke, dass wir in einer stark bevölkerten Landschaft leben, die bereits von der Zivilation weitgehend geprägt ist und genutzt wird. Es gibt hier kein natürliches Gleichgewicht, daher kann das bestehende Ökosystem auch keinen Predator unreguliert am Ende der Nahrungskette verkraften. Wenn man das möchte, müsste unsere Landschaft und ihre Nutzung komplett überdacht und neu strukturiert, sprich ungenutzt und sich selber überlassen werden.

 

Solange nichts weiter passiert, muss ich für meine Tiere sorgen, damit sie nicht zum Beutetier eines Wolfes werden. Das wird und wurde schon seit ewigen Zeiten so gemacht, allerdings passen die Möglichkeiten nicht alle zu jedem und zu jeder Tierhaltung.

Ich für meinen Teil arbeite an meinen Zäunen, habe einen festen Stall und vor kurzem einen Herdenschutzhund angeschafft. Das ist nicht für alles und jeden die Lösung, ich für mich denke, dass es das Richtige ist.

 

Daher ist jetzt *Tarek* hier eingezogen! Ein Kangal, dessen Rasseursprung schon im zwölften Jahrhundert in und um Anatolien zu finden ist.

Diese Hunde sind groß, sehr selbständig und zogen und ziehen noch heute teilweise ganz alleine mit den Herden über die Hochebenen Anatoliens. Da sie lange Zeiten ohne den Menschen sind, entscheiden sie entsprechend selbständig, was ihren eigenwilligen Charakter ausmacht. Sie sind sehr intelligent und wie schon erwähnt, sie entscheiden viel selber. Daher sind diese Hunde ungefähr so zu erziehen wie Katzen. Bloss dass sie entscheidend größer sind, sehr viel mehr wiegen und durchaus anhänglicher sind. Sie sind Spätentwickler, ausgesprochen territorial und schnell misstrauisch. Sie sind so ziemlich das Gegenteil vom Border Collie. Und auch wie diese wahrlich nicht für jedermann geeignet!

Sie benötigen viel Platz und wenig Aussenreize. Dauernder Verkehr, oder Menschen, Spaziergänger und andere Hunde die vorbei kommen, sind für diese Hunde nicht förderlich. Die Erzeihung ist zeitaufwändig, und man sollte über viel Wissen über Hunde, Gefühl für sie, Humor, Konsequenz und Freundlichkeit in Kombination verfügen. Ein Kangal ist kaum *mal eben und grob* zu erziehen, dann bekommt er durchaus seine eigenen Vorstellungen vom Umgang mit *seinem Menschen*... Ansonsten sind Kangals sehr! freundliche, soziale, anhängliche und loyale Hunde!

 

*Tarek* ist aus dem Tierschutz und ob er als vollwertiger HSH einsetzbar sein wird, muss sich zeigen. Es ist eher ein Experiment, da ich die Zeit und Lust habe, diesen Hund dahin zu fördern. Wenn es nicht gelingt dann macht es nichts, denn er kann hier auch ohne Arbeit am Vieh leben.

Tarek hat sich innerhlab kürzester Zeit ins Rudel eingefügt und sehr freundlich zu allen. Er hat seine Grenzen vom Garten akzeptiert und die meiner Weideflächen.

Jetzt gilt es *nur* noch, ihn mit den Schafen zu vergesellschaften, der restliche Umgang (Gehorchen, Autofahren, Unterwegs sein, Reaktion auf Nachbarn, auf Fremde etc.) ist bereits perfekt!

 

Ich bin recht kritisch mit Hunden aus dem Tierschutz und halte nichts viel davon, wenn einfach nur Hunde aus dem Ausland importiert werden. Ja, ich weiss, für die jeweiligen Hunde ist es oft das Beste, was ihnen passieren kann. Aber ohne Arbeit vor Ort, wird das Problem hier importiert und im Land wächst das Elend einfach nur nach.

Daher habe ich mir die Organisation genau angesehen, die Tarek angeboten hat. Sie leisten viel vor Ort, helfen auch sehr vielen Hunden, aber es wird auch vor Ort geholfen und Aufklärung betrieben. Es wird eine eigene Auffangstation aufgebaut, mit Organisationen vor Ort zusammen gearbeitet und auch Menschen mit ihren Hunden dirket vor Ort geholfen. Nur so kann sich das Bewusstsein und der Umgang mit Tieren langfristig ändern.

Wer also Interesse an diesem Verein hat kann gerne auf der HP reinschauen:

 

https://www.newlife4dogs.de/

 

Soviel erst einmal zu *Tarek*, den wir uns gar nicht mehr *wegdenken* können!

 

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© Regine Frerichs